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Quelle: Plattform Nachhaltig Wirtschaften Rubrik:  Aktuelle Meldungen Datum:  20.02.2006


 

Bayer beteiligt sich an "NanoCare"

Aufbau einer umfassenden Datenbasis über kleinste Teilchen

Neues Forschungsprojekt zum sicheren Umgang mit Nanomaterialien:
Leverkusen - Bayer beteiligt sich am Forschungsprojekt "NanoCare", das die wissenschaftliche Bewertung von Nanomaterialien weiter verbessern soll. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt befasst sich mit den Eigenschaften von Nanopartikeln, d.h. Teilchen in der Größe von Atomen und Molekülen, um deren Einsatz in chemischen Materialien für Mensch und Umwelt sicher zu gestalten.


Als forschungsorientiertes Unternehmen setzt Bayer auf Innovationen durch die Nanotechnologie. Begleitend treibt das Unternehmen die Forschung über den sicheren Umgang mit ihr voran. "NanoCare wird wichtige Grundlagen für eine innovative Materialforschung legen und die verantwortungsbewusste Verwendung neuartiger Nanomaterialien unterstützen", sagt Dr. Harald Pielartzik, Leiter der Nanotechnology Working Group bei Bayer.

Die Nanotechnologie zählt zu den Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. So werden von ihr entscheidende Innovationen neben den Materialwissenschaften zum Beispiel in der Medizin, Luft- und Raumfahrt, Elektronik, Energietechnik und im Umweltschutz erwartet. Nanotechnolgie beinhaltet den Einsatz von kleinsten Teilchen und das Arbeiten in Strukturen in einer Größenordnung bis 100 Nanometer (nm). Ein Nanometer, abgeleitet vom griechischen Wort "nanos" für "Zwerg", sind 10-9 m. Ein Nanopartikel ist im Verhältnis zu einem Fussball so groß wie ein Fussball zur Erde.

In NanoCare bringen 13 Firmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen ihre Kompetenz als Verbundpartner ein. Gemeinsam sollen allgemein akzeptierte Mess- und Prüfmethoden erarbeitet werden, mit denen Sicherheitsfragen zu Nanomaterialien bewertet werden können. Die Projekt-Partner wollen dazu neuartige Nanopartikel herstellen und in Modellsystemen ihre Wirkungen auf Gesundheit und Umwelt untersuchen. Hierfür spielen neben der Expertise von Bayer HealthCare insbesondere Verfahren von Bayer Technology Services eine wichtige Rolle, da sich mit ihnen die physikalischen und chemischen Eigenschaften der Materialien wie Partikelgröße, Beschaffenheit der Partikeloberfläche und Teilchenzahl charakterisieren lassen.

Alle im Rahmen von NanoCare gewonnenen Erkenntnisse und Daten sollen durch eine begleitende Auswertung der entsprechenden Fachliteratur ergänzt und um die Forschungsergebnisse anderer wissenschaftlicher Gruppen erweitert werden. Die Projektpartner wollen nach Abschluss der Studien die gewonnene Datenbasis weiter pflegen und der Öffentlichkeit über eine Internetplattform zur Verfügung stellen. "Wir legen großen Wert auf einen Dialog mit interessierten Kreisen der Gesellschaft", sagt Dr. Franz Saykowski, verantwortlich für das NanoCare-Projekt bei Bayer. "Denn wie bei jeder neuen Technologie kommt es auch bei der Nanotechnologie darauf an, dass die Menschen von ihrem Nutzen überzeugt sind."

Das Projekt startet im März 2006 und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Es wird vom Bundesforschungsministerium im Rahmen des Förderprogramms "WING - Werkstoffinnovationen für Industrie und Gesellschaft" mit rund fünf Millionen Euro unterstützt, die Industrie steuert 2,6 Millionen Euro bei.

"Für Bayer bietet die Nanotechnologie große Chancen, die Leistungsfähigkeit von Produkten und Verfahren erheblich zu steigern. Darüber hinaus können wir mit Hilfe dieser Technologie völlig neue Produkte entwickeln, die unsere Lebensqualität in vielen Bereichen verbessern", erläutert Pielartzik. Bereits heute wird die Nanotechnologie über alle Bayer-Teilkonzerne hinweg genutzt. Schwerpunkte in Forschung und Entwicklung hat Bayer bei Nanopartikeln und -beschichtungen, Nanoadditiven und -kompositen sowie in der Nanoelektronik und Nanobiotechnologie gesetzt.

Beispiele für Entwicklungen sind spezielle Nanomaterialien von Bayer MaterialScience, die in einigen Kunststoffen Schutz vor chemischer Zersetzung und Brand bieten, und Nanobeschichtungen, die Autoklarlacke besonders kratzfest und witterungsbeständig machen. Fluoreszenzfarbstoffe aus Nanophosphoren sind in der medizinischen Diagnostik einsetzbar, um zuverlässig Viren und Bakterien aufzuspüren. Ein weiteres Highlight der Bayer-Forschung ist ein in Zusammenarbeit von Bayer MaterialScience und Bayer Technology Services entwickeltes Verfahren, mit dem sich größere Mengen Kohlenstoff-Nanoröhren in höchster Reinheit kostengünstig herstellen lassen. Das Einsatzspektrum dieser so genannten Carbon Nanotubes ist vielfältig: es reicht von Elektroden und Transistoren über Keramiken für Flugzeugturbinen bis hin zu leitfähigen Kunststoffen, die elektrostatisch und damit umweltschonend lackiert werden können.

Neben dem NanoCare-Projekt engagiert sich Bayer noch in weiteren Forschungsinitiativen zu Nanomaterialien, unter anderem in den Arbeitsgruppen des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) und im Arbeitskreis "Responsible Production and Use of Nanomaterials" der Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie (DECHEMA).

Quelle:BayNews  



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