Quelle: Plattform Nachhaltig Wirtschaften Rubrik:  Best Practice Unternehmen|G-M Datum:  21.07.2007


 

KfW Bank

Nachhaltig finanzieren - nachhaltig investieren

Verantwortungsvolles Handeln beschränkt sich nicht allein auf den Schutz der Umwelt - ein modernes Unternehmen muss auf allen Gebieten Strategien entwickeln, die das Leben von Menschen langfristig und nachhaltig verbessern. Der aktuelle UN-Klimabericht hat die Diskussion um die von Menschen gemachte Erderwärmung neu entfacht. Verbrauchern und Unternehmen wird zunehmend bewusst, dass sie mit ihren täglichen Kauf- und Investitionsentscheidungen der Zerstörung der Umwelt nicht länger Vorschub leisten dürfen. Viele sind zum Umdenken bereit - selbst wenn dies für sie mit Einschränkungen und Kosten verbunden ist. Vorbild und Vorreiter ist die KfW Bankengruppe. Ob Bankprodukte oder Leistungen, Anlagestrategie oder Management - das staatliche Förderinstitut trifft seine Entscheidungen unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit.

"Über alle unsere Geschäftsbereiche hinweg", sagt der Leiter der Stabsstelle Nachhaltigkeit Olaf Weber, "sind Strategien gefragt, die das Leben von Menschen langfristig und dauerhaft verbessern können." Das gilt für die Wirtschaftsförderung im eigenen Land, aber auch für die Armutsbekämpfung in den Entwicklungs- und Schwellenländern. So müssen etwa auch die mit Hilfe der KfW finanzierten Projekte im Ausland internationalen Umwelt- und Sozialstandards entsprechen. Alles in allem hat das staatliche Finanzierungsinstitut 2006 ein Fördervolumen von knapp 77 Milliarden Euro ausgereicht. Zur Förderung der heimischen Wirtschaft, zur ökologischen Sanierung privater Wohnungen, für größere Chancengleichheit auf dem Bildungsmarkt und zur Bekämpfung der Armut weltweit. Ein großer Teil dieser Mittel wird direkt oder indirekt für den Klimaschutz eingesetzt.



"Grüner Strom" soll fossile Brennstoffe ersetzen.
Foto: KfW-Bildarchiv - Fotograf Thomas Klewar


Wer eine so globale Förderbilanz vorweist, der muss erst einmal dafür sorgen, dass genügend Geld in der Kasse ist. Mit einer jährlichen Mittelaufnahme von rund 55 Milliarden Euro ist die KfW heute weltweit einer der führenden Emittenten am Kapitalmarkt. Dass immer mehr Investoren ihr Geld nur dort anlegen wollen, wo es in gesellschaftlich verantwortlicher Weise eingesetzt wird, bedeutet für eine Förderbank wie die KfW kein Problem. Denn bei den Nachhaltigkeits-Ratings, die von unabhängigen Agenturen angebotenen werden und Auskunft geben über Social Responsible Investments (SRI) der Investoren, nimmt sie regelmäßig eine Spitzenstellung ein. Anleger wissen das. Wenn sie Anleihen der KfW kaufen, dürfen sie also nicht nur mit einer sicheren Rendite rechnen. Selbstverständlich orientiert sich die KfW auch bei ihren eigenen Wertpapieranlagen an den Kriterien eines nachhaltigen Investments.

KfW ist CO2-neutral
Wer ökologische Verantwortung fordert, der ist auch selbst in der Pflicht. Im eigenen Betrieb hat sich die KfW ehrgeizige Ziele gesetzt - und jetzt einen großen Durchbruch erzielen können. Als erstes großes Unternehmen in Deutschland wirtschaftet die KfW CO(sub>2-neutral. Das heißt im Klartext: Die Menge an Kohlendioxid, die durch die eigene Geschäftstätigkeit verursacht wird, wird kompensiert durch den Kauf von Emissionsgutschriften. Mit der Kompensation alleine gibt sich die Bank aber nicht zufrieden. Um klimaschädliche Emissionen im Betriebsalltag so weit als möglich zu vermeiden, wird in allen Bereichen Energie eingespart. Die neuen Gebäude der KfW in Frankfurt etwa setzen unter den Gesichtspunkten der Energieeffizienz neue Maßstäbe. "Grüner Strom" und "grünes Gas" sollen zudem fossile Brennstoffe mehr und mehr ersetzen.

Die KfW geht mit gutem Beispiel voran - sie ist Vorreiter und Vorbild, aber doch kein Einzelfall. Immer mehr Unternehmen in Deutschland versuchen, mit weniger Energie auszukommen und ersetzen fossile Energieträger durch umweltfreundliche Alternativen. Günstige Fördermittel vom Staat sollen diesen Prozess beschleunigen. Wie zum Beispiel die Finanzierungsprodukte der KfW für Wohnungsbau und gewerblichen Umweltschutz. Die Bank leistet damit nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Erreichung des nationalen Klimaschutzziels. "Mit unserer Förderung", sagt Weber, "sorgen wir zugleich für mehr Investitionen und sichern Arbeitsplätze."



Energetische Sanierung schont Klima und Geldbeutel
Foto: KfW-Bildarchiv - Fotograf Thomas Klewar



Klimainitiative gestartet
Zum Beispiel im Wohnungsbau, wo die KfW im Vorjahr eine viel beachtete Klimainitiative unter dem Motto "Wohnen, Umwelt, Wachstum" gestartet hat. Hintergrund: Kein anderer Bereich verbraucht mehr Primärenergie - und ein großer Teil davon geht buchstäblich zum Fenster hinaus. Durch besser gedämmte Häuser und Wohnungen könnten ihre Besitzer nicht nur viel Geld sparen, sondern auch der Umwelt einen Gefallen tun. Die Klimainitiative der KfW wurde zum Auslöser für eine energetische Sanierungswelle in Deutschland. Rund 260.000 Kredite im Gesamtvolumen von rund 17 Milliarden Euro flossen binnen eines Jahres aus den einschlägigen Programmen an Haus- und Wohneigentümer. Gewollter Nebeneffekt: Durch die Investitionswelle wurden rund 400.000 Arbeitsplätze im Bauhandwerk gesichert.

"Großen Nachholbedarf", was den effizienten Umgang mit Energie betrifft, sieht Weber beim Mittelstand. In einer Untersuchung habe sich zwar die Mehrzahl der Unternehmen für mehr Umweltschutz ausgesprochen, aber nur ein geringer Teil ziehe daraus auch die entsprechenden Konsequenzen. Allzu häufig werde der Erfolg der Energieeinsparung noch unterschätzt. Dabei lassen sich mit Hilfe der Umweltprogramme der KfW solche Investitionen günstig finanzieren. Unternehmen, die beim Energiesparen besonders vorbildlich sind, werden mit dem Energieeffizienzpreis der KfW ausgezeichnet.

KfW-Klimaschutzfonds hilft beim Schutz der Erdatmosphäre
Die KfW stellt sich aber auch weltweit ihrer Verantwortung zum Klimaschutz und organisiert mit dem KfW-Klimaschutzfonds ein Beschaffungsprogramm für Emissionszertifikate aus Projekten nach den flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls. Unternehmen, die hieran teilnehmen, können ihre gesetzlichen Verpflichtungen zum Klimaschutz kostengünstig erfüllen.
Die Vorteile für Unternehmen liegen auf der Hand: Sie erhalten auch bei kleineren Beiträgen kostengünstig Zugang zu einem Portfolio von werthaltigen Emissionszertifikaten und nutzen den Zugang der KfW zu attraktiven Projekten. Gleichzeitig erschließt der Zertifikatekauf den Projekten eine zusätzliche Einnahmequelle.

Langfristige Verträge mit einem AAA-Abnehmer bieten ihnen Sicherheit. So werden Klimaschutzvorhaben angestoßen, der Transfer moderner Technologien gefördert und die nachhaltige Entwicklung in den Entwicklungsländern unterstützt.

Armutsbekämpfung weltweit
Denn Umweltexperten sehen in der globalen Erwärmung vor allem auch eine Gefahr für die Entwicklung ärmerer Länder. Dort kommen Investitionen und Wachstum ohnehin nur langsam voran, weil der Zugang zu Finanzdienstleistungen nach wie vor für die breite Bevölkerung sehr schwierig ist. Mikrokredite der KfW können dies ändern. Denn mit ihrer Hilfe können viele Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern nunmehr eine selbständige Tätigkeit aufnehmen.

Kontakt:
KfW Bankengruppe
Palmengartenstraße 5-9
60325 Frankfurt am Main
www.kfw.de

Stabsstelle Nachhaltigkeit
Olaf Weber
Telefon 069/74 31 80 88
Nachhaltigkeit@kfw.de

KfW-Klimaschutzfonds
Telefon 069 / 74 31 42 18
Fax 069 / 74 31 47 75
klimaschutzfonds@kfw.de


 



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