RWE Jugendstiftung fördert 30 soziale ProjekteFördersumme über 500.000 Euro für 2007Sprünge, Stürze und brennende Stuntmen haben Passanten und Besucher bei RWE heute in Atem gehalten. Rund um den RWE-Turm zeigten jugendliche Stuntmen ihr Können. Bei den Stuntmen handelte es sich um Jugendliche und junge Erwachsene aus der Stuntschule Showtime. Ein Projekt, das von der RWE Jugendstiftung unterstützt wird.Ohne jegliche Voraussetzungen können Jugendliche hier eine Berufsausbildung beginnen. Für einige ist gerade das besonders wichtig. Im Rahmen ihrer Ausbildung erhalten die Jugendlichen zusätzlich Einblicke in rund 30 andere Berufsfelder.
Auch das gehört zum Alltag eines Stuntman: Auftritt als brennende Fackel Die Stuntschule Showtime ist nur eines von 30 Projekten in 13 Bundesländern mit einem Finanzvolumen von 534.700 Euro, die die RWE Jugendstiftung im Jahr 2007 mit etablierten Partnern vor Ort durchführt. Anlässlich ihres Begegnungstages wurden 10 dieser Projekte heute in Essen vorgestellt. Ziel der RWE Jugendstiftung ist es, innovativen und neuen Projekten die Gelegenheit zu geben, ihre Arbeit aufzunehmen. Im Fokus der gemeinnützigen GmbH steht die Förderung von Kindern und Jugendlichen, die aufgrund ihrer sozialen Situation benachteiligt sind. Seit dem Start der RWE Jugendstiftung vor neun Jahren konnte sie 100 Projekte mit einem Gesamtvolumen von über 5 Mio. Euro bundesweit erfolgreich fördern. Schwerpunkte lagen in den Bundesländern NRW, Sachsen, Niedersachsen und Brandenburg. Aber auch in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen wurden neue Projekte gestartet. Die Projekte erhalten dabei eine Startfinanzierung für etwa zwei Jahre.
Alles nur inszeniert: Die angehenden Stuntmen zeigen eine Prügelei. Beispielhaft werden folgende Projekte 2007 gefördert: Das Essener Projekt "Off-Road" fördert gezielt Schüler in ihrem Lern- und Sozialverhalten mit Hilfe neuer erlebnispädagogischer Projekte einer Förderschule. Schwerpunkte dieser Schule sind die emotionale und soziale Entwicklung der Jugendlichen. Das Projekt "Schulabschluss für psychotisch Kranke - Lehrgang zum nachträglichen Erwerb eines Schulabschlusses für psychiatrieerfahrene Jugendliche und junge Erwachsene" wird zusammen mit der Prof. Dr. Christian-Eggers-Stiftung aus Essen realisiert. Ziel ist es, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die aufgrund psychischer Erkrankungen oder Alkohol- und Drogenkonsums keine Regelschule besuchen können, einen staatlich anerkannten Schulabschluss zu ermöglichen. Ein weiteres Projekt ist die "Anlaufstelle RAT & TAT im Jona-Haus". Das integrative Jona-Haus der Evangelischen Kirchengemeinde Essen-Heidhausen bietet Rat und Hilfe, Entlastung und Service für Familien - in einem Stadtteil, der offiziell gar keine sozialen Probleme hat, in dem aber viele Kinder schon früh auf sich allein gestellt sind. Konkrete Förderung und Menschen, die sie adäquat herausfordern und fördern, sollen diese Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen. "StepOut" schließt die Kette in der Betreuung drogensüchtiger Kinder und Jugendliche. Nach den Essener Projekten "Roadrunner" als Streetwork-Projekt und der Anlauf- und Weitervermittlungsstelle von "BASIS" bietet StepOut einen geschützten Lebensraum auf dem Weg in eine drogenfreie Zukunft. Damit ist StepOut über die Essener Stadtgrenzen hinaus von Bedeutung. Das Ziel des Projekts "Leben im Gleichgewicht", Dortmund, ist die Förderung eines stärkeren Problembewusstseins im Umgang mit Cannabis bei gefährdeten oder bereits strafrechtlich auffällig gewordenen jungen Drogenkonsumenten im Rahmen von arbeits- und freizeitorientierter Gruppenarbeit. Einen Beitrag zur Prävention von Vernachlässigung und Misshandlung von Kindern soll das Projekt "PIKO", Dortmund, leisten. Mit "aufsuchender Sozialarbeit" sollen auch Familien erreicht werden, die in Krisensituationen den Weg zu Beratungseinrichtungen sonst nicht finden würden. "Starke Kinder für morgen" in Altena soll den Ausbau sozialer Kompetenz von Kindern sowie gleichzeitig eine Verbesserung der Erziehungsfähigkeit von Eltern durch Seminare und begleitende Arbeit in Schulklassen erreichen. Bei verhaltensauffällig gewordenen Grundschulkindern soll "Kreative Zauberei" in Bergheim einen Beitrag zur Prävention von sexuellem Missbrauch im Rahmen künstlerischer, kreativer Gruppenarbeit bewirken. Das "Mädchenhaus Mia" in Münster fördert die RWE Jugendstiftung, indem sie Schaffung zusätzlicher Räumlichkeiten zur Stabilisierung von traumatisierten Mädchen unterstützt. Im Rahmen dieses Projekts soll ein reizarmer Snoozel-Raum entstehen. "Schaffe lerne" in Freiburg will Haupt- und Förderschüler durch Einübung so genannter Primärtugenden auf den Arbeitsmarkt vorbereiten. Mit Hilfe der Arbeit in einer Holz- und Metallwerkstatt sowie bei der Betreuung von Kleintieren und Pferden sollen Jugendliche verantwortliches Handeln lernen und dabei an praktische Berufe herangeführt werden. Junge Menschen mit Migrationshintergrund sind in Mannheim beim IMPULSE-Projekt die Zielgruppe. Durch individuelle Gesprächsangebote sollen Selbstverständnis und interkulturelle Konflikte geklärt werden. Die finanzielle Unterstützung des europäischen Kinder- und Jugend-Theaterhauses "EUKJTEA" wurde von der RWE Jugendstiftung übernommen. EUKJTEA, Diedorf, ist ein Theaterprojekt zur Prävention von Sucht, Gewalt und sexuellem Missbrauch. Die "Sozialraumorientierte Beschäftigungsentwicklung" in Dresden will benachteiligte junge Menschen dazu befähigen, Beschäftigungsmöglichkeiten im eigenen sozialen Umfeld zu erkennen und in Zeiten der Arbeitslosigkeit den Zugang zur regulären Arbeitswelt wieder zu verbessern. "Machen statt Meckern", Dresden, zielt mit Hilfe eines freiwilligen sozialen Jahres auf Jugendliche aus politikfernen Elternhäusern, insbesondere zur Förderung eines politischen Grundverständnisses. Die Wahl eines Berufs ist ein wichtiger Teil der Lebensplanung. In dem Projekt "Berufswahlvorbereitung" in Bad Salzuflen sollen Kinder aus Haupt- und Förderschulen in Zusammenarbeit mit Betrieben vor Ort auf ihre eigene Berufswahl vorbereitet werden. Durch eine gezielte Planung der Kinder sollen sich deren Lebenschancen verbessern. Im Rahmen des "WerkstattLaden"-Projekts in Überlingen soll die Integration behinderter junger Menschen durch die Einbindung in den Verkauf von Snacks und Produkten aus einer angegliederten Werkstatt erreicht werden. Derzeit wird der WerkstattLaden von Jugendlichen eingerichtet. Das "Florianshaus"-Projekt soll zur Qualifizierung erwerbsloser Jugendlicher" im Kreis Minden-Lübbecke dienen. Die alte Schifferberufsschule wird durch erwerbslose Jugendliche zu einem Jugendgästehaus umgebaut und anschließend betrieben. "PaC - Prävention als Chance" kümmert sich um Gewaltprävention an Schulen und Kindergärten in der Samtgemeinde Bersenbrück und der Stadt Bramsche. Zielgruppe sind Kinder, Lehrkräfte, Erzieher und Jugendhilfe. Wichtiger Projektpartner ist dabei das Landeskriminalamt Niedersachsen. In St. Wendel führt das Projekt "Medien für Verständigung" mit Migrantenkindern ab 12 Jahren Trainings zum "Web-Reporter" durch. Die Medienkompetenz soll ausgebaut werden. Auch das Filmprojekt "Zeigt Respekt", das sich gegen Rassismus und Intoleranz richtet, ist Teil des Projekts.
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