Quelle: Plattform Nachhaltig Wirtschaften Rubrik:  Aktuelle Meldungen Datum:  20.02.2006


 

Handys sammeln für die Havel

Vodafone spendet fünf Euro pro abgegebenem Mobiltelefon für das NABU-Naturschutzprojekt Untere Havel

Der NABU und Vodafone starten eine gemeinsame bundesweite Kampagne zum Recycling gebrauchter Mobiltelefone. Der NABU erhält für jedes bei ihm abgegebene Althandy eine Spende von fünf Euro von seinem Kooperationspartner Vodafone. Das Geld soll für das NABU-Renaturierungsprojekt an der Unteren Havel verwendet werden.




Spätestens nach zwei Jahren ist das Durchschnittshandy ein Althandy und damit Elektroschrott.


"Viele Besitzer eines neuen Handys wissen gar nicht, dass sie ihr Altgerät recyceln lassen können. Anstatt es wegzuwerfen oder in der Schublade verstauben zu lassen, können sie nun ihr altes Handy bei einer NABU-Gruppe abgeben, schonen damit die Umwelt und unterstützen damit zugleich unsere Arbeit", sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Nach offiziellen Schätzungen befinden sich ca. 40 - 50 Millionen alte oder defekte Handys in deutschen Haushalten, die bei nicht sachgerechter Entsorgung die Umwelt gefährden können.

Hauptanliegen beider Kooperationspartner ist, die Gesellschaft für das Recycling im der mobilen Telefone zu sensibilisieren und möglichst viele dazu zu bewegen, ihr Handy umweltgerecht zu entsorgen. "Nachhaltigkeit ist das Leitprinzip unserer Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft", so Dr. Bernhard Lorentz, Leiter Corporate Responsibility bei Vodafone. "Aus diesem Grunde freuen wir uns über die große Unterstützung des NABU bei unserem Handy-Recycling Projekt, welches wir vor drei Jahren als erster Netzbetreiber in Deutschland ins Leben gerufen haben." Gemeinsam mit dem Recycling-Unternehmen "Greener Solutions" werden in Kooperation mit dem NABU die gesammelten Geräte auf ihre Tauglichkeit überprüft, wiederverwendet oder umweltschonend der stofflichen bzw. thermischen Verwertung zugeführt.



Handy-Akkus, Batterien Akkus und Batterien enthalten giftige Substanzen, wie Arsen, Cadmium, Kupfer, Blei, Quecksilber, Nickel oder Zink.


Mobiltelefone sind im Durchschnitt nur 18 bis 24 Monate im Einsatz. Dann werden sie durch neue Modelle ersetzt. Damit werden europaweit jährlich über 100 Millionen Handys nutzlos. Rund 20.000 Tonnen Elektroschrott entstehen so. Die meisten dieser Altgeräte liegen in den Schubladen der Verbraucher und könnten irgendwann im Müll landen. Ein kaum zu unterschätzendes Umweltproblem, denn Mobiltelefone und die darin eingesetzten Batterien enthalten giftige Substanzen, wie Arsen, Cadmium, Kupfer, Blei, Quecksilber, Nickel und Zink. Diese Substanzen können durch Abfallverbrennung in die Atmosphäre oder durch Deponierung in das Grundwasser gelangen und damit zur Gefahr für Mensch und Umwelt werden.

Erkundigen Sie sich bei Ihrer NABU-Gruppe vor Ort, ob, wo und zu welchen Zeiten Handys abgegeben werden können. Das Recycling eines alten Handys ist unabhängig von einer Vertragsverlängerung, einem Neuvertrag oder dem Kauf eines neuen Gerätes.

Quelle und Bilder: NABU  



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