Quelle: Plattform Nachhaltig Wirtschaften Rubrik:  Aktuelle Meldungen Datum:  03.05.2005


 

Umweltbank auf Erfolgskurs

Doppelt Dividende durch Klimaschutz

Nürnberg, 03. Mai 2005 - Die UmweltBank wächst erfolgreich weiter. Auch im Geschäftsjahr 2004 konnte die Direkt- und Beraterbank den seit Bankstart 1997 eingeschlagenen Wachstumspfad fortsetzen. Die Bilanzsumme hat sich nach testierten Zahlen um 94,5 Mio. Euro auf 580,7 Mio. Euro erhöht, das haftende Eigenkapital wuchs um 21,5 Prozent auf 37,0 Mio. Euro. Die Kundenzahl ist zum Stand 31.12.2004 um 10,8 Prozent auf 40.308 gestiegen.

"Den Trend zur kurzfristigen Gewinnmaximierung machen wir nicht mit, denn nur durch langfristig orientiertes Wirtschaften kann eine intakte Umwelt auf lange Sicht erhalten werden. Die UmweltBank erwirtschaftet eine doppelte Dividende: Finanzielle Gewinnbeteiligung für unsere Aktionäre und Gewinn für Alle durch saubere Luft, Klimaschutz und mehr Lebensqualität", so der Vorstandsvorsitzende und Gründer der UmweltBank, Horst P. Popp.

Nach Abzug des Gewinnanteils der stillen Gesellschafter, die eine Ausschüttung in Höhe von 10 Prozent auf ihre Anteile erhalten, weist die Direktbank einen Jahresüberschuss von 2,2 Mio. Euro aus. Dieser ermöglicht es der UmweltBank AG, ihren mehr als 4.000 Aktionärinnen und Aktionären eine Dividende zu zahlen. Vorgesehen sind 38 Cent je Aktie; 19 Cent waren es im Vorjahr.

Die 40.308 Kundinnen und Kunden legten bis Ende 2004 375,8 Mio. Euro (+ 21,5 Prozent) in den ökologischen Sparangeboten der Bank an. Weitere 38,8 Mio. Euro investierten UmweltBank-Kunden direkt in ökologische Beteiligungen, wie zum Beispiel Solar- oder Windenergieanlagen, sowie in ökologisch orientierte Aktien-, und Rentenfonds und Versicherungen. Auch aufgrund der steuerlichen Änderungen zum Jahresende bei kapitalbildenden Lebensversicherungen ein Plus von 35,0 Prozent

Die UmweltBank gibt allen Kunden eine UmweltGarantie, nach der sämtliche Kundeneinlagen ausschließlich zur Finanzierung von Umweltprojekten verwendet werden. Bis Ende 2004 wurden bundesweit 3.586 Umweltprojekte gefördert. Den größten Anteil am Kreditvolumen haben der ökologische Hausbau und die energetische und ökologische Altbausanierung mit 31 Prozent, gefolgt von der Sonnenenergie mit 25 Prozent (Vorjahr 15 Prozent). Den drittgößten Anteil hat die Windkraft mit 23 Prozent. Die restlichen 21 Prozent verteilen sich auf ökologische Gewerbeimmobilien, ökologische Landwirtschaft, Biomasse und Biogas sowie Wasserkraft. Bis zum Jahresende 2004 sagte die Bank Kredite von 419,4 Mio. Euro zu (+ 27,8 Prozent). Die bereits ausgezahlten Kredite erhöhten sich um 24,9 Prozent von 290,4 Mio. Euro auf 362,6 Mio. Euro.

Aufgrund der unverändert sehr soliden Kreditpolitik der UmweltBank konnten die Risikovorsorge für Kundenkredite und das Bewertungsergebnis in Summe um 14,9 Prozent auf 714 TEUR reduziert werden. Ein ausgesprochen niedriger Wert, der sonst nur von Hypothekenbanken erreicht wird. In Folge dessen stieg das Ergebnis des zinsabhängigen Geschäfts um 37,9 Prozent auf 8.214 TEUR. Der Provisionsüberschuss legte gegenüber dem Vorjahr um 10,8 Prozent auf 3.497 TEUR zu. Sowohl der Personal- als auch der sonstige Verwaltungsaufwand des Unternehmens stiegen aufgrund des kostenbewussten Managements deutlich geringer als die Bilanzsumme um nur 9,3 bzw. 10,6 Prozent. Zum Jahresende 2004 arbeiteten 120 Mitarbeiter in Voll- oder Teilzeit für die UmweltBank, die Mitarbeiterleistung umgerechnet auf die 40-Stunden-Woche stieg von 56,8 auf 63,4 um 11,6 Prozent.

Die UmweltBank misst den Umweltfördereffekt ihrer Geschäftstätigkeit mit der Kenngröße CO2-Minderung. Als einzige Bank legt sie eine jährliche CO2-Bilanz vor. Diese weist für 2004 eine kumulierte CO2-Ersparnis von 939,2 Mio. Tonnen aus. Das entspricht etwa der CO2-Belastung durch den Stromverbrauch der privaten Haushalte der Stadt Hamburg mit rund 1,7 Mio. Einwohnern. "Auf unsere CO2-Bilanz sind wir genauso stolz wie auf unsere schwarzen Zahlen", so der Vorstandsvorsitzende Popp zur ökologischen Performance der Bank.  



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