Quelle: Plattform Nachhaltig Wirtschaften Rubrik:  Best Practice Unternehmen|G-M Datum:  27.04.2005


 

Informationszentrum Mobilfunk (IZMF)

Mobilfunk im Einklang mit ökologischen, ökonomischen und sozialen Interessen

Wie kaum eine andere Technik hat der Mobilfunk den Alltag der Menschen in kurzer Zeit tief greifend verändert. 71,2 Millionen Nutzer telefonieren heute in Deutschland mobil und dokumentieren die wirtschaftliche wie technische Erfolgsgeschichte des Mobilfunks. Die Entwicklung neuer Technologien birgt einerseits technologische und ökonomische Chancen - in Deutschland zählt der Mobilfunk zu den wachstumsstärksten Wirtschaftszweigen -, andererseits ist die Verbreitung von Innovationen oft auch von Unsicherheit und Skepsis begleitet. Für Staat und Wirtschaft erwächst daraus die Verantwortung, die Verträglichkeit der Technologie für Mensch und Natur sicherzustellen, und die Weiterentwicklung - im Sinne der Nachhaltigkeit - im Einklang mit ökologischen, ökonomischen und sozialen Interessen voranzutreiben.

Das IZMF als Informationsplattform und Dialogpartner
Um dieser Verantwortung nachzukommen, haben die Mobilfunknetzbetreiber im Juni 2001 das Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF) gegründet. Als Plattform für Information, Kommunikation und Dialog ist das IZMF Ansprechpartner für alle grundsätzlichen Fragen zur mobilen Kommunikation und wendet sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger, Medien sowie Städte und Kommunen. Im Mittelpunkt steht dabei, über die Verträglichkeit der Technologie für Mensch und Umwelt zu informieren. Zu Themen wie Netzausbau, Gesundheit, Ortsbild- und Landschaftsschutz stellt das IZMF aktuelle Fakten sowie vertiefendes Hintergrundmaterial zur Verfügung.

Sicherheit und Transparenz durch Information
Landesweite Mobilfunkmessreihen tragen zum besseren Verständnis bei
Unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Umweltministeriums führt das IZMF 2005 in Niedersachsen eine Messkampagne durch, die die Immissionen in der direkten Umgebung von Mobilfunksendeanlagen offen legen soll. Die Messreihe, die unter dem Motto "Sicherheit durch Transparenz - TÜV Nord und IZMF stellen Mobilfunk auf den Prüfstand" startet, schließt an die in den vergangenen Jahren erfolgreich durchgeführten Kampagnen in Nordrhein-Westfalen und Hessen an. Mit diesen Kampagnen trägt das Informationszentrum Mobilfunk zum besseren Verständnis der tatsächlichen Immissionssituation insbesondere in unmittelbarer Nähe von Mobilfunksendeanlagen bei. Die Ergebnisse der bisherigen Messreihen belegen, dass die elektromagnetischen Felder von Mobilfunksendeanlagen selbst in unmittelbarer Nähe zur Antenne weit unterhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzen liegen.
Messungen tragen zu besserem Verständnis bei

Grenzwerte garantieren Schutz der Gesundheit
Lediglich 56 Prozent der Bevölkerung wissen, dass es gesetzlich festgelegte Grenzwerte für Handys und Mobilfunksendeanlagen gibt. Das ergab eine vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) 2004 in Auftrag gegebene Befragung zur Wahrnehmung des Mobilfunks. Die Grundlage für Grenzwerte bilden die so genannten biologischen Wirkungsschwellen. Ihre Einhaltung stellt sicher, dass von den elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen für den Menschen ausgehen. Das Thema Schutz von Umwelt und Gesundheit bildet einen Schwerpunkt der Arbeit des IZMF, das dazu umfangreiche Informationen bereitstellt. Interessierte erfahren über das IZMF zum Beispiel, wie die in Deutschland geltenden Sicherheitsgrenzen ermittelt wurden und wie sie regelmäßig überprüft werden. Darüber hinaus bietet das Informationszentrum Mobilfunk auf seiner Internetseite www.izmf.de ausführliches Material zur Sicherheit von Handys. Dazu zählt u. a. eine aktuelle Liste der SAR-Werte aller gängigen Handymodelle. Der SAR-Wert (Spezifische Absorptions-Rate) ist das Maß für die vom Körper beim Telefonieren mit dem Handy maximal aufgenommene Energie.

Konsens mit den Kommunen
Wichtige Partner beim Netzausbau sind die Städte und Kommunen. Im Bemühen, die Auswahl neuer Mobilfunkstandorte einvernehmlich zu treffen, haben sich die deutschen Mobilfunkbetreiber 2001 dazu verpflichtet, die Kommunen über die gesetzlichen Verpflichtungen hinaus in die Funknetzplanung einzubeziehen. Die Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Betreibern konnte seither stetig verbessert werden. Im Auftrag des IZMF wird dazu einmal jährlich von einem unabhängigen Gutachter ein Bericht erstellt, der über Fortschritte sowie Erfahrungen mit der Selbstverpflichtung informiert.
Speziell für Städte und Gemeinden wurde das "Infopaket Mobilfunk" entwickelt - ein Kompendium mit umfassenden Informationen zu den Themen Infrastruktur und Technik, Politik und Recht, Umwelt und Gesundheit sowie Kommunikation und Öffentlichkeit.











Kontakt
Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF)
Hegelplatz 1, 10117 Berlin
Tel. 030 / 209 1698 - 0
Fax: 030 / 209 1698 - 11
Hotline: 0800 / 330 31 33
Mail: info@izmf.de
Internet:www.izmf.de

Dagmar Wiebusch
Geschäftsführerin
Tel. 030 / 209 1698 - 0

Una Großmann
Pressesprecherin
Tel.030 / 209 1698 - 23  



Artikel im Kontext ansehen