Quelle:Plattform Nachhaltig Wirtschaften Rubrik: Best Practice Unternehmen|T-Z Datum: 26.11.2007


 

Toyota Deutschland GmbH

Nachhaltig - von Anfang an

Ziel: Null Emissionen
Toyota betrachtet die Lösung des Konflikts zwischen einer funktionierenden Umwelt und dem industriellen Wachstum als eine der zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Bereits 1992 verabschiedete Toyota eine "Toyota Earth Charter", mittlerweile wird der 4. Umweltplan umgesetzt. Ein vorrangiges Unternehmensziel ist die Minimierung von Umwelteinflüssen durch die Fahrzeuge, über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg. Null Emissionen heißt das große Ziel bei der Entwicklung neuer Technologien - vom D-CAT für Dieselmotoren bis zur Hybridtechnik - aber auch bei neuen Produktionsweisen oder bei Toyotas gesellschaftlichem Engagement. Dies wird aktuell deutlich durch die Förderung des Deutschen Klimaschutzpreises der Deutschen Umwelthilfe.

Toyota konstruiert Autos umweltfreundlich
Alle Fahrzeuge der Toyota Motor Corporation werden seit 2004 von der ersten Planung an umweltfreundlich konstruiert. Dies ist das Ziel des neuen Fahrzeugbewertungsprogramms Eco-VAS, das Toyota jetzt praktisch vollständig implementiert hat. Das "Ecological Vehicle Assessment System" bezieht in seine Überlegungen den gesamten Lebenszyklus eines Autos ein, von Entwicklung und Produktion über den Betrieb bis zur ökologischen Entsorgung des Altwagens.



Umweltfreundlichkeit als Konstruktionsprinzip: Der Toyota Prius, das weltweit populärste Hybrid-Fahrzeug ist Schrittmacher für Eco-VAS.




Der verantwortliche Ingenieur eines neuen Fahrzeugmodells legt nach dem Eco-VAS-Management bereits zu Beginn der Entwicklung konkrete ökologische Ziele fest, wie Treibstoffverbrauch und Emissionswerte, aber auch die Reduktion von unerwünschten Substanzen oder die C02-Minderung, bis hin zum Recycling von Materialien und Teilen am Ende der Nutzungszeit.

Die Einhaltung dieser Werte wird kontrolliert und in einer Datenbank festgehalten, so dass später Vergleiche möglich sind und Fortschritte dokumentiert werden können.
Eco-VAS ist Teil der Bemühungen von Toyota, für eine nachhaltige Mobilität nicht nur an einzelnen technischen Stellschrauben zu drehen, sondern Umweltfreundlichkeit im gesamten System Automobil von Beginn an zu verankern.

Eco-VAS ist fest in das Toyota Produktionssystems TPS integriert, mit dem durch ständige Verbesserungen und Einbeziehung aller Beteiligten Abfälle vermieden, Energie- und Ressourcenverbrauch minimiert und gleichzeitig die hohe Qualität der Produkte sichergestellt werden.

Das Kohlendioxyd im Blick


Auf dem Weg zur nachhaltigen Fabrik


Toyota hat ehrgeizige Ziele: Das Unternehmen will nicht nur die umweltfreundlichsten Autos bauen, sondern auch in möglichst umweltverträglichen Fabriken. In Tsutsumi/Japan wird jetzt ein Modellprojekt umgesetzt, das die Autoproduktion eines Tages revolutionieren könnte: die "nachhaltige Fabrik".
Im Toyota-Werk Tsutsumi produzieren 6.400 Menschen jährlich fast 500.000 Fahrzeuge, darunter über 200.000 Exemplare des erfolgreichen Hybrid-Fahrzeugs "Prius". Durch Einsatz von regenerativer Energie und durch umfangreiche Anpflanzungen und Aufforstungen soll die Kohlendioxid-Bilanz des Werkes in einem ersten Schritt um fünf Prozent verringert werden - soviel wie 240 Hektar Regenwald absorbieren können.




Modellprojekt für Nachhaltigkeit: Das Toyota-Werk Tsutsumi könnte die Autoproduktion revolutionieren.



Zusätzlich werden katalytische Spezialfarben als Anstrich der Gebäudewände Stickoxide und Schwefelverbindungen abbauen. Eine Solarzellenanlage mit einer Leistung von 2.000 Kilowatt - eine der größten in der Automobilindustrie weltweit - liefert neben der Kraft-Wärme-Kopplung umweltfreundliche Energie. Bereits seit 1999 wandern Abfälle in Tsutsumi nicht mehr auf Mülldeponien.

Dies ist nur ein Anfang. Toyota setzt auf die kontinuierliche Entwicklung zu einer nachhaltigen Automobilproduktion - getreu des japanischen Kaizen-Prinzips der ständigen Verbesserungen. Zugleich ist das Tsutsumi-Werk Vorbild für andere Produktionsstätten von Toyota. So hat in diesem Sommer das französische Werk Valenciennes als eine der ersten Autofabriken weltweit mitgeteilt, dass hier keine Abfälle mehr entstehen, sondern alles wiederverwertet wird.

Europaweit konnten die Toyota-Fabriken in den letzten fünf Jahren den Verbrauch von Energie um 36 Prozent, von Wasser um 34 Prozent und den Ausstoß von Lösemitteldämpfen um 21 Prozent verringern.


Zehn Jahre Hybrid - der Fortschritt geht weiter
Während andere Hersteller den Hybrid-Antrieb, die Kombination von Elektro- und Verbrennungsmotor, als zukunftsträchtiges Konzept gerade für sich entdecken, feiert Toyota erste Jubiläen: 2007 wurde das Millionste Hybrid-Fahrzeug von Toyota verkauft, seit zehn Jahren wird das Hybrid-Fahrzeug "Prius" in Serie produziert.


Nach zehn Jahren ein Denkmal: Der Prius wurde von der DEVK als das umweltfreundlichste Auto ausgezeichnet und auf dem Dach ihres Hochhauses ausgestellt.

In diesen zehn Jahren haben Toyota-Ingenieure beeindruckende Leistungssteigerungen bei der Hybridtechnik erreicht. Mittlerweile ist die dritte Generation von Motoren auf dem Markt, deutlich kleiner, leichter und kostengünstiger als ihre Vorgänger. Schon heute bringen Hybrid-Fahrzeuge - je nach Einsatz und Fahrweise - Kraftstoffeinsparungen bis zu 25 Prozent.
Die Entwicklung läuft weiter: Bis 2010 will Toyota jährlich sechs Milliarden Euro in Verbrauchssenkung und CO2-Reduzierung investieren, mit Schwerpunkt Hybridtechnologie.



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