Quelle:Plattform Nachhaltig Wirtschaften Rubrik: Aktuelle Meldungen Datum: 07.04.2005


 

Konzerne sagen "Jein" zu CSR

Für viele international tätige Unternehmen ist soziale Verantwortung nicht nur Rhetorik und die meisten haben ethische Prinzipien in ihren Leitlinien verankert. Dennoch wird der Einfluss von Corporate Social Responsibility (CSR) auf den unternehmerischen Erfolg von den meisten unterschätzt. Zu diesem Resultat kommt eine Untersuchung des US-amerikanischen Think-tank Aspen Institute und der Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton (BAH).

Die Experten befragten 365 Unternehmensführer und Finanzvorstände nach der Bedeutung von ethischen Grundsätzen für das unternehmerische Handeln und den Erfolg auf den Märkten und an der Börse. Die Befragung kam zu dem Ergebnis, dass 90 Prozent der Konzerne ethische Leitlinien haben und ethische Grundsätze als ein Prinzip für das Management betrachten, dennoch sehen die meisten Vorstände keine direkte Verbindung zwischen CSR und Kriterien wie Innovationskraft, Eigeninitiative und Flexibilität. "Das Bekenntnis zur sozialen Verantwortung nutzen viele Manager dazu, das Verhalten der eigenen Mitarbeiter zu lenken, gleichzeitig aber auch als Abwehrschild in einer immer komplexeren Umwelt", betont BAH.

Die Auswertung der Antworten zeigte zudem große regionale Unterschiede. So gaben 63 Prozent der asiatischen Unternehmen an, dass sie das offene Gespräch und den Erfahrungsaustausch suchen, um strategische Fehler zu vermeiden, von den US-Firmen folgen diesem Prinzip nur 49 Prozent. Im Gegensatz dazu haben 81 Prozent der US-Konzerne Mitarbeiter, die sich außerhalb der Firma sozial engagieren - europäische und asiatische Firmen legen darauf weit weniger Wert. Einig waren sich die meisten Befragten darin, dass das persönliche Verhalten des Firmenchefs ausschlaggebend ist. 85 Prozent betonen, dass es vom CEO abhänge, ob soziale Verantwortung im Firmenalltag wirklich eine Rolle spielt.
Quelle: www.nachhaltigkeitsrat.de


Zur Studie
www.aspeninstitute.org