Quelle:Plattform Nachhaltig Wirtschaften Rubrik: Surftipps Datum: 05.04.2005


 

Millennium Ökosystemstudie

Der Raubbau an der Natur bedroht die Gesundheit der Menschheit schon heute und kann in den kommenden 50 Jahren gravierende Folgen für die Weltbevölkerung haben.

Nach Angaben der führenden britische Wissenschaftsorganisation Royal Society in London haben die Menschen bereits in den vergangenen 50 Jahren der Umwelt so großen Schaden zugefügt, dass die Existenz zukünftiger Generationen gefährdet ist.

Vor allem der verschwenderische Umgang mit Grundwasser «geht auf die Kosten unserer Kinder», schreiben die Forscher in der Millennium Ökosystemstudie (Millennium Ecosystem Assessment). Entwaldung und Klimaveränderung könnten neue Krankheiten entstehen lassen, und das Risiko, an Malaria oder Cholera zu erkranken, deutlich erhöhen. Zwischen 10 und 30 Prozent der Säugetiere, Vögel und Amphibien sind nach Angaben der Studie derzeit vom Aussterben bedroht. In den Weltmeeren seien bereits 90 Prozent der größten Raubfische verschwunden.

Große Probleme bereite auch die Überdüngung der Meere. Der zusätzliche Stickstoff fördere den Algenwuchs so stark, dass an den Küsten sauerstoffarme «tote Zonen» entstünden. Fischsterben sei die Folge. In Zukunft werde vor allem die globale Erwärmung den Ökosystemen der Erde den größten Schaden zufügen.

Millennium Ökosystemstudie:
www.millenniumassessment.org